Alles klar im Regal
SRB-App stärkt Präsenz der Brau Union Marken im Lebensmittelhandel und optimiert Vertrieb und Marketing
Ob Gösser, Zipfer, Puntigamer, Schwechater oder Wieselburger – die Brau Union Österreich ist mit starken Biermarken im ganzen Land präsent. Dabei baut der heimische Marktführer auf eine lange Brautradition, lokale Identität und hohe Qualität. Um diesen Anspruch auch am Point of Sale konsequent zu leben, suchte das Unternehmen nach einer Lösung, die Markenpräsenz im Handel systematisch stärkt, Out-of-Stock-Situationen reduziert und gleichzeitig den Außendienst digital unterstützt. Gemeinsam mit SRB Consulting Team entstand daraus die Sales Execution App, kurz S.E.PP genannt, mit der die Brau Union ihre Vision von moderner und effizienter Marktbearbeitung Realität werden lässt. Ein KI-Update 2025 machte die mittlerweile bewährte App zukunftsfit.
Ein kühles Bier im Freundeskreis, das verdiente Seiterl nach Feierabend oder der erste Schluck zu einem guten Essen – solche Momente lassen das Herz eines echten Bierliebhabers höherschlagen. Doch was uns oft selbstverständlich erscheint, braucht ein perfekt orchestriertes Zusammenspiel aus Braukunst, moderner Produktion, Qualitätsmanagement, Logistik und Vertrieb. Speziell für den Marktführer in Österreich, die Brau Union.
Viele Schritte sind nötig, bis einzelne Flaschen, Multipacks oder Kisten auf der Verkaufsfläche des heimischen Lebensmittelhandels ankommen. Entsprechend viele Rädchen gilt es zu drehen, damit alle Konsument:innen genau dann ihr Lieblingsbier erhalten, wenn sie es wünschen. Leere Regale hingegen wären Gift. Solche Szenarien gilt es zu vermeiden, wie Nils Honetschläger, D&T Manager Commerce der Brau Union Österreich, anmerkt: „Das schadet nicht nur unserem Absatz und dem unserer Kund:innen, sondern in weiterer Folge auch unserem Image.“
Vertriebsoptimierung als Ziel
Entsprechend war und ist es sein Wunsch und Bestreben gleichermaßen, die Vertriebs- und Marketingwege kontinuierlich zu optimieren und gleichzeitig die Markenpräsenz und Markensichtbarkeit im Handel messbar zu erhöhen. Verlässliche Daten statt Bauchgefühl lautet hier sein Ansatz. Mögliche Out-of-Stock-Situationen sollten rascher erkannt, Ursachen transparenter gemacht und Vertrieb wie Marketing mit aktuellen Daten aus dem jeweiligen Markt versorgt werden. Gleichzeitig sollte der Außendienst eine mobile Lösung erhalten, die alle wichtigen Informationen in einer intuitiven App überall und benutzerfreundlich verfügbar macht.
Besonders wichtig war es Nils Honetschläger zudem, dass die App auch offline genutzt werden kann, um möglichen Mobilfunklöchern in Kellern, Lagern oder abgelegenen Gebieten entgegenzuwirken. Heißt: Daten sollten vorab auf das mobile Gerät geladen, im Markt lokal verarbeitet und – sobald wieder Verbindung besteht – im Hintergrund mit dem SAP CRM synchronisiert werden. Um hierbei Ärgernisse und Aufwände zu vermeiden, wurde an einer intelligenten Konflikt- und Fehlerbehandlung gefeilt.
„Uns geht es damit nicht nur um Effizienz, sondern auch um gelebte Verantwortung und unseren Qualitätsanspruch gegenüber Handelspartner:innen und Konsument:innen“, ordnet Nils Honetschläger ein.
Mobile Lösung jetzt KI-unterstützt
Da es im SAP-Standard keine mobile Anwendung gab, die die Außendienst-Anforderungen sinnvoll abdeckte, schaute sich die Brau Union um und wurde bei SRB Consulting Team fündig. Der Wiener SAP-Spezialist mit langer und verlässlicher Partnerschaft schneiderte der Brau Union eine Erweiterung auf Basis des bestehenden SAP CRM-Backends auf den Leib.
Das konkrete Ergebnis war eine iOS-App, die Kundenlisten, Besuchsplanung, Schwerpunktthemen, KPI-Erhebungen, PoS-Materialien, Produkt- und Aktionsinfos sowie Berichte zu Vor-Ort-Besuchen in einer Oberfläche vereint. Der Fokus lag dabei auf einer einfachen Bedienung mit der Logik, die man von modernen Webshops kennt.
Was 2013 mit ersten Testversionen der liebevoll S.E.PP genannten Sales Execution App begann, entwickelte sich über die Jahre laufend weiter. Zunächst wurden große Releases etwa alle sechs Monate ausgerollt, später in jährlichem Rhythmus. Zuletzt evaluierte die Brau Union einige KI-Lösungsanbieter mit einem klaren Ziel: Der nächste Innovationsschritt in die Zukunft durch eine fotobasierte Erkennung von Facings, also der Sichtbarkeit von Brau Union Artikel im Regal, um den Share of Space, die Net Numeric Distribution auf Marken- und Einzelartikelebene und weitere KPIs automatisiert und KI-unterstützt zu erfassen. Der Vorteil: Das manuelle Zählen dieser Facings entfällt und der Außendienst gewinnt Zeit für wirksame Kundenbetreuung. Zudem erhält die Brau Union eine noch bessere Datenbasis für Sortiments- und Platzierungsentscheidungen.
Umsetzung und Partnerschaft auf Augenhöhe
SRB Consulting Team verantwortete das Projekt End-to-End – von Beratung und Prozessdesign über die Entwicklung der App und Integration ins SAP CRM bis hin zu Roll-out-Begleitung und laufender Weiterentwicklung. Herausforderungen wie große Offline-Datenmengen, Performanceoptimierung auf mobilen Geräten, sich ändernde iOS-Versionen und ein spezielles Support-Set-up ohne personenbezogenes Tracking wurden in enger Zusammenarbeit mit der Brau Union bewältigt.
Besonders bemerkenswert: Viele Kernpersonen blieben über Jahre und über Rollenwechsel hinweg im Projekt an Bord, was für Stabilität und gegenseitiges Vertrauen sorgte. „Wir haben uns bewusst für einen heimischen Technologiepartner entschieden, der sowohl App-Entwicklung als auch CRM-Customizing aus einer Hand liefern kann und mit regionaler Expertise die Wertschöpfung im Land stärkt. Und wir haben das nicht bereut.“, resümiert Nils Honetschläger.
Mehr Sichtbarkeit, bessere Daten, gelebte Werte
Der Erfolg spricht für sich. So ist die Nutzerakzeptanz von S.E.PP im Außendienst hoch – ein Ergebnis, dass auch der Integration von frühem User-Feedback, Design-Workshops und konsequentem Fokus auf Usability geschuldet ist. Außendienstbesuche sind heute besser vorbereitet und datengetrieben, die Arbeit und die Erfassung aller Tätigkeiten vor Ort dank KI-Unterstützung heute noch effizienter, die Servicequalität höher. Für das Headquarter bietet S.E.PP eine einheitliche, aktuelle Datenbasis, um Markenperformance, Schwachstellen und Potenziale in den Märkten zu erkennen und konkrete Maßnahmen abzuleiten.
Entsprechend positiv blickt Nils Honetschläger auf das Projekt zurück. Und auch in Richtung Zukunft fühlt er sich perfekt aufgestellt, wie er abschließend zusammenfasst: „S.E.PP wurde für unseren Außendienst nicht nur zum täglichen Begleiter, sondern zu einem echten Partner, der maßgeblich dazu beigetragen hat, unseren Erfolg als Marktführer sowohl in den Regalen als auch auf dem Papier zu sichern. Und ich bin mir sicher, dass wir mit dieser App auch in Zukunft noch viel Freude haben werden.“