Jubiläum mit Zukunftsblick: Beim 10. BI-Brunch trifft SAP Business Data Cloud auf Business AI

Zum zehnten Mal hieß es: BI-Brunch – und zur Jubiläumsausgabe kam neben dem Kuchen eine Extraportion Zukunft auf den Tisch. Die SAP Business Data Cloud Roadshow lieferte dafür frische Impulse für die datengetriebene Unternehmenssteuerung. Die zentrale Frage: Wie lassen sich bestehende BI- und BW-Landschaften fit für das nächste Kapitel machen?
Ein runder Anlass, ein voller Raum und reichlich Gesprächsstoff: Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zum 10. SRB BI-Brunch im Rahmen der SAP Business Data Cloud Roadshow in den Räumlichkeiten von SAP zusammen. Gemeinsam nahmen wir SAP Business Data Cloud, Business AI und moderne Planung mit SAP Analytics Cloud in den Blick – von strategischen Weichenstellungen bis zu konkreten Einblicken in die Praxis.
KI braucht mehr als nur ein Sprachmodell
Den Auftakt des mit Infos vollgepackten Tages machten Elisabeth Nagel und Alexander Losbichler von SAP Österreich. Sie gaben einen Ausblick auf die SAP Business AI Platform mit einer zentralen Botschaft: Der Erfolg von KI hängt nicht nur von leistungsfähigen Sprachmodellen ab, sondern vor allem von qualitativ hochwertigen Geschäftsdaten, Geschäftsprozessen und Governance-Strukturen.
Und weil eine Jubiläumsausgabe nicht nur Stoff zum Nachdenken, sondern auch einen Anlass zum Feiern bietet, gehörte beides zum 10. BI-Brunch: der Blick auf die nächsten Schritte bei Daten, Planung und KI genauso wie die Freude über diese runde Zahl. Zwischen Fachgesprächen und Kuchen blieb genug Raum für das, was unseren BI-Brunch seit Episode 1 auszeichnet: Fragen stellen, Erfahrungen teilen und miteinander ins Gespräch kommen.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die diese Jubiläumsausgabe mit uns gestaltet und gefeiert haben.
SAP setzt dabei auf den SAP Knowledge Graph, der Geschäftsdaten mit ihrem fachlichen Kontext verknüpft. Dadurch sollen AI-Agenten nicht nur Antworten liefern, sondern ganze Geschäftsabläufe verstehen und unterstützen können. Die Vision reicht vom KI-Assistenten Joule bis hin zu agentenbasierten Prozessen, die eigenständig Analysen durchführen und Aktionen auslösen.
Planung: Weniger Excel, mehr Integration
Wie moderne Unternehmensplanung in der Praxis aussehen kann, zeigte Michael Königsmayr von Welser Profile. Ausgangspunkt war eine komplexe Kostenstellenplanung auf Basis von BW/4HANA und BPC mit hohem manuellem Aufwand und zahlreichen Excel-Nebenrechnungen. Das Ziel: eine stärker integrierte Planung, mehr Eigenständigkeit für die Fachbereiche und der Einsatz moderner Funktionen wie Prognosemodelle und KI-Unterstützung.
Die Umsetzung erfolgte auf Basis von SAP Analytics Cloud und dem Integrated Financial Planning Content von SAP – und besonders wertvoll waren bei der Präsentation für die Zuhörerinnen und Zuhörer die Erfahrungen daraus. Standard-Content könne, so Königsmayr, den Einstieg deutlich beschleunigen und Workshops unterstützen. Gleichzeitig zeigte sich, dass Change Management, kundenspezifische Anpassungen und eine klare fachliche Konzeption entscheidende Erfolgsfaktoren bleiben.
Business Data Cloud: Lift, Shift oder Innovate?
Einen der Schwerpunkte des Tages bildete die Frage, welchen Weg bestehende SAP-BW-Kunden in Richtung Business Data Cloud einschlagen sollten. SRB-Geschäftsführer Lorenz Juen stellte dazu das Modell „Lift, Shift oder Innovate“ vor.
Dabei beschreibt „Lift“ den weitgehend unveränderten Umzug bestehender BW-Systeme in die Private Cloud. Dieser Ansatz schützt bestehende Investitionen und minimiert Risiken, stellt jedoch noch keine eigentliche Modernisierung dar.
„Shift“ hingegen geht einen Schritt weiter: Bestehende BW-Daten werden als Data Products bereitgestellt und können dadurch in modernen Cloud-Szenarien, etwa gemeinsam mit Datasphere, Databricks oder KI-Anwendungen, genutzt werden.
„Innovate“ schließlich eröffnet den Zugang zu neuen Möglichkeiten wie SAP Managed Data Products, Intelligent Applications, Databricks, AI- und Analytics-Szenarien sowie modernen Planungsanwendungen.
Die zentrale Erkenntnis: Es gibt keinen universell richtigen Weg. Die passende Strategie hängt von Faktoren wie Systemlandschaft, Modernisierungsgrad, Cloud-Strategie und den fachlichen Anforderungen des Unternehmens ab.
Und weil ein BI-Brunch seinem Namen auch gerecht werden muss, kamen nun neben Business Data Cloud und KI auch Kulinarik und Gespräche nicht zu kurz. Das Buffet und die Jubiläumstorte fanden mindestens ebenso viele interessierte Besucher:innen wie die Vorträge.
SAP Analytics Cloud: Auf dem Weg zum KI-Arbeitsplatz
Nach der Stärkung zeigte Marko Čenčič von SAP die neuesten KI-Funktionen in SAP Analytics Cloud. Dabei wurde deutlich, dass SAC zunehmend über klassische Dashboards hinausgeht.
Im Fokus standen neue AI Agents, die direkt in die Analytics- und Planungsprozesse eingebunden werden. Besonders spannend war der Data & Analytics Insights Agent, der aus Datenmodellen und Fachanforderungen automatisch Berichte und Analysen generieren kann. Anwenderinnen und Anwender beschreiben ihr Ziel in natürlicher Sprache, die Anwendung erzeugt daraus passende Stories und Auswertungen.
Darüber hinaus wurden neue Planungsagenten vorgestellt, die bei Simulationen, Forecasts und Planungsanpassungen unterstützen sollen. Die Vision: komplexe Planungsszenarien über natürliche Sprache steuern, statt technische Regeln oder Datenaktionen manuell zu entwickeln.
SAP Business Data Cloud live
Zum Abschluss des Tages erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen praktischen Einblick in die SAP Business Data Cloud. Im Mittelpunkt standen typische Fragestellungen, die viele Unternehmen derzeit beschäftigen: Was ist eigentlich eine Formation? Wofür brauche ich Datenprodukte? Wann reicht ein Asset aus? Und wie lässt sich Intelligent Content sinnvoll nutzen?
Ein wichtiger Punkt war die Erkenntnis, dass eine Formation zwar die technische Grundlage schafft, jedoch weder kundenspezifische Erweiterungen noch Governance-Konzepte noch eine Migration automatisch übernimmt. Sie ist vielmehr ein strukturierter Ausgangspunkt mit vordefinierten Inhalten und Best Practices.
Ebenfalls lebhaft diskutiert wurde die Unterscheidung zwischen Assets und Datenprodukten. Während Assets einzelne Daten- oder Analyseobjekte repräsentieren, dienen Datenprodukte der kontrollierten, organisationsübergreifenden Bereitstellung von Daten inklusive Governance, Verantwortlichkeiten und Lebenszyklusmanagement.
Auf besonderes Interesse stießen auch die aktuellen Möglichkeiten und Grenzen beim Einsatz von Datenprodukten in Datasphere. Die Frage hier: Wann liefern Datenprodukte tatsächlich einen Mehrwert und wann ist ein klassisches Datenmodell oder ein Analytic Model ausreichend? Die Antwort hängt, wie so oft, vom Ziel ab: Geht es um die kontrollierte Bereitstellung und Nutzung von Daten über System- und Organisationsgrenzen hinweg, spielen Datenprodukte ihre Stärken aus. Für viele Analyse- und Reporting-Szenarien genügt hingegen bereits ein Analytic Model.
Alles wächst zusammen
Der 10. BI-Brunch hat gezeigt, dass sich Datenplattformen, Analytics und Künstliche Intelligenz zunehmend zu einer gemeinsamen Disziplin entwickeln. Business Data Cloud, SAP Analytics Cloud und Business AI schaffen neue Möglichkeiten, bestehende Investitionen weiterzuverwerten und gleichzeitig moderne Analyse-, Planungs- und AI-Szenarien umzusetzen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Technologie allein nicht ausreicht: Datenqualität, Governance, Fachkonzepte und klare Anwendungsfälle bleiben die entscheidenden Erfolgsfaktoren.
Und weil eine Jubiläumsausgabe nicht nur Stoff zum Nachdenken, sondern auch einen Anlass zum Feiern bietet, gehörte beides zum 10. BI-Brunch: der Blick auf die nächsten Schritte bei Daten, Planung und KI genauso wie die Freude über diese runde Zahl. Zwischen Fachgesprächen und Kuchen blieb genug Raum für das, was unseren BI-Brunch seit Episode 1 auszeichnet: Fragen stellen, Erfahrungen teilen und miteinander ins Gespräch kommen.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die diese Jubiläumsausgabe mit uns gestaltet und gefeiert haben.






