SAP Cloud ALM & der Mittelstand – oder die Frage, wie leicht ich und mein SAP in die Cloud kommen
Cloud-Transformation ist kein IT-Projekt. Für viele mittelständische Unternehmen in Österreich ist sie ein strategischer Schritt, der die nächsten Jahre prägt – in Prozessen, Kosten, Geschwindigkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Doch warum ist daran in Zukunft kein Vorbeikommen mehr? Und warum ist SAP Cloud ALM so toll? In einer Blogserie widmen wir uns dem cloudbasierten Application Lifecycle Management‑Tool von SAP von allen Seiten. Teil 1: Warum braucht es der heimische Mittelstand überhaupt?
Zwischen Kostendruck, Fachkräftemangel und Transformationsstau
Der österreichische Mittelstand steht unter massivem Druck: steigende Energiekosten, volatile Lieferketten, Fachkräftemangel in IT und Fachbereichen, verschärfte Regulierung und ein zunehmend digitaler Wettbewerb erschweren die Ertragssituation von Bregenz bis Wien, von Linz bis Klagenfurt.
Die IT-Realität in den heimischen Unternehmen ist trotz KI-Hype und Cloud-Versprechen ernüchternd: Zwar wird die Bedeutung einer leistungsstarken, umfassenden IT erkannt. Dennoch arbeiten viele Mittelständler noch immer mit historisch gewachsenen Landschaften, Insellösungen und Excel‑Workarounds. Das funktioniert so lange, bis etwas schiefgeht. Wenn beispielsweise der interne IT-Alleskönner das Unternehmen verlässt, überraschend ein Audit anklopft oder ein neuer Geschäftsbereich möglichst rasch erschlossen werden soll.
Genau hier zeigt sich die Kraft der Cloud: Die Frage ist längst nicht mehr, ob man sich mit Cloud‑Transformation und moderner Steuerung der SAP‑Landschaft beschäftigt, sondern wie schnell und strukturiert man das Thema angeht.
Warum Cloud‑Transformation für den Mittelstand zur Überlebensfrage wird
Für mittelständische Unternehmen geht es bei der Cloud-Transformation also nicht um „nice to have“, sondern um ganz unmittelbare Wettbewerbsfähigkeit. Und nirgends wird das deutlicher als im SAP-Umfeld. Cloud-basierte SAP-Lösungen ermöglichen kürzere Einführungszeiten, ein viel schnelleres Reagieren auf Marktänderungen und ein deutlich besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis über den Lebenszyklus hinweg, weil Infrastruktur, Wartung und Updates nicht mehr hausintern gestemmt werden müssen.
Gerade Betriebe, die um jede Fachkraft ringen, können es sich kaum leisten, interne Ressourcen mit Basis‑Betrieb, Patching und manueller Überwachung zu binden. Gleichzeitig steigen regulatorische Anforderungen wie NIS2 – ob in Finanz, Industrie oder Handel – und verlangen eine sichere, nachvollziehbare und konsistente Prozess- und Systemwelt, die sich mit On‑Prem‑Einzellösungen und unstrukturierten Anpassungen immer schwerer sicherstellen lässt.
Transparenz als Voraussetzung für gute Entscheidungen
Ein Kernproblem vieler mittelständischer SAP‑Landschaften liegt in der fehlenden Transparenz: Es ist oft unklar, welche Prozesse tatsächlich wie laufen, welche Schnittstellen kritisch sind und welche Daten wie abgelegt sind. Selbst wenn der Weg in Richtung Cloud vorgezeichnet ist – ohne dieses Bild lassen sich weder fundierte Transformationsroadmaps erstellen, geschweige denn belastbare Entscheidungen treffen.
Transparenz bedeutet in diesem Kontext: End‑zu‑End‑Sicht auf Geschäftsprozesse, klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und eine durchgängige Dokumentation, die für alle nachzuvollziehen ist. Erst wenn klar ist, wie das existierende System funktioniert, kann eine Cloud‑Transformation geplant werden, die nicht in endlosen Workshops steckenbleibt oder im laufenden Projekt an unsichtbaren Abhängigkeiten scheitert.
Oder um im SAP-Jargon zu bleiben: Egal ob Greenfield, Brownfield oder Selective Data Transition – ohne Transparenz tauchen immer wieder die bekannten Fragen auf:
- Wie behalten wir den Überblick über Aufgaben, Meilensteine und Tests?
- Wie dokumentieren wir effizient?
- Und wie stellen wir sicher, dass der laufende Betrieb nach dem Go-Live stabil bleibt?
Diese Fragen hören wir von SRB Consulting häufig. Viele mittelständische Kunden sagen zu Beginn einer SAP-Cloud-Migration:
„Wir wollen endlich ein Tool, das uns einen Überblick über das Transformationsprojekt gibt, ohne ein eigenes Projekt daraus zu machen.“
SAP Cloud ALM oder warum der Mittelstand „kein Tool fürs Tooling“ braucht
In vielen Transformationsprojekten wird versucht, Komplexität mit noch mehr Tools zu erschlagen: eines für das Projekt, ein anderes für Tests, ein Monitoring-Tool für Systemperformance, ein weiteres für Schnittstellen, dazu unzählige Excel-Listen und manuelle Workarounds. Das Ergebnis: Die Mitarbeitenden verbringen mehr Zeit damit, Tools zu pflegen, als sie dem Business Mehrwert liefern.
Genau hier setzt der Anspruch an, „kein Tool fürs Tooling“ einzuführen, sondern ein zentrales Rückgrat für Einführung, Betrieb und Weiterentwicklung der SAP‑Landschaft. Eines wie SAP Cloud ALM. Ein modernes, Cloud-basiertes ALM‑Werkzeug, das nicht nur Selbstzweck ist, sondern hilft, Projekte zu steuern, Prozesse sichtbar zu machen und Qualität im Betrieb zu sichern – und alles mit einem klaren Fokus auf einen messbaren geschäftlichen Nutzen.
Standardisierung heißt hier das Zauberwort. Wer frühzeitig auf Konsistenz, einheitliche Prozessvarianten, saubere Rollen- und Berechtigungskonzepte und schlanke Schnittstellen setzt, senkt nicht nur Projekt- und Betriebsaufwand, sondern schafft auch die Basis, neue Geschäftsmodelle schneller zu integrieren. Und das ohne branchenspezifische Besonderheiten zu ignorieren oder Ausnahmen möglich zu machen, wo echte Differenzierung notwendig ist.
SAP Cloud ALM ohne Wenn und Aber?
Für SAP‑getriebene Mittelständler bietet sich SAP Cloud ALM als das zentrale Werkzeug an, um Transparenz, Struktur und Kontrolle in komplexe Transformationsprojekte zu bringen. In der Praxis zeigt sich: Genau das liefert die Plattform – allerdings nicht alles, was man im Projektalltag benötigt.
Hier kommen wir von SRB ins Spiel. Genau an der Schnittstelle zwischen Strategie, Organisation und Tool setzen wir als SAP‑Dienstleister an. Wir blicken über das Tool hinweg ganzheitlich auf die IT-Landschaft und begleiten Sie auf dem Weg in die SAP-Cloud.
Das beginnt bei der gemeinsamen Bestandsaufnahme der bestehenden SAP-Landschaft, geht über die Definition einer pragmatischen Roadmap bis hin zur Einführung von SAP Cloud ALM als Steuerungsplattform und darüber hinaus in weitere Cloud-Szenarien.
Für den österreichischen Mittelstand bedeutet das: weg von reaktiven Strukturen hin zu einer klar gesteuerten, Cloud-fähigen SAP-Landschaft, in der Entscheidungen auf Daten, Transparenz und erprobten Standards basieren. Mit SAP Cloud ALM als zentrale Drehscheibe.
Was SAP Cloud ALM wirklich ist und auch, was es nicht ist, wie sich das Tool im Alltag schlägt und welche Grenzen sich auftun, das erfahren Sie in den kommenden Beiträgen unserer Serie. Dranbleiben lohnt sich!
Teilen
Autor
Kommentare