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» 27.02.2015

Eindrücke zu Planning 4 Cloud - aus Beratersicht

Im  November 2014 wurde auf dem SAP Supply Chain Partner Inspiration Day in Bensheim unter anderem die aktuelle Lösung für das SAP Integrated Business Planning 4.0 präsentiert.
Diese Plattform besteht aus 6 Komponenten:

  • SAP Integrated Business Planning for sales and operations
  • SAP Integrated Business Planning for demand (geplant)
  • SAP Integrated Business Planning for inventory
  • SAP Integrated Business Planning for supply
  • SAP Integrated Business Planning for response (geplant)
  • SAP Supply Chain Control Tower

SAP Integrated Business Planning for S&OP dient zur Optimierung der Multi-Level Supply Planung mit statistischen Forecastmethoden, um Bedarf, Angebot und Finanzplanung abzustimmen. Die Planungsoberfläche ist EXCEL und die Berechnungen laufen in HANA. Mit SAP Integrated Business Planning for inventory kann mittels diverser Algorithmen der optimale Bestand bzw. Simulationen berechnet werden. SAP Integrated Business Planning kann für die Erstellung von Planungssimulationen basierend auf Bedarf, Prognose und Beständen verwendet werden. Es berücksichtigt Lieferkapazitäten und Beschränkungen, das Ergebnis ist eine Simulation, die jedoch nicht operativ bearbeitbar ist. Die Ausführung muss weiterhin im APO gemacht werden. Hier gibt es somit Überlappungen mit SNP APO, welches weiterhin das Tool für die mittel- und kurzfristige standortübergreifende Grobplanung ist.

Im geplanten SAP Integrated Business Planning for demand liegt der Fokus auf der kurzfristigen Planung. Diese Tool wird erweiterte Forecast-Methoden beinhalten, es ist für Q3/2015 geplant. Ebenso geplant ist SAP Integrated Business Planning for response. Es wird für die mittelfristige Planung verwendet, wobei What-If Analysen von aktuellen oder hypothetischen Änderungen im Demand und Supply gemacht werden können. Im Vergleich zu APO bietet IBP for response sowohl CTM als auch backorder processing (analog zu gATP). Es ist jedoch kein Ersatz für die Optimierung und Heuristik. Weiters sind Integrationsszenarien zw. IBP response und APO Plänen angedacht. Die Zieluser sind hier Account planner (zB können Priorisierungsregeln für Aufträge erstellt werden) und Supply Planer. Der Planer kann einen potentiellen Auftrag eingeben und simulieren, die Liste der Zuteilungen prüfen und ändern, und damit dem neue Auftrag die Menge zuordnen. Fehlt noch eine Restmenge für den Auftrag, kann der Planer die Simulation an den Einkauf schicken. Im SAP Supply Chain Control Tower können letztendlich die Vorgänge und KPIs visualisiert werden. In allen Bereichen wird die Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den einzelnen Abteilungen und Planern mittels Collaboration unterstützt.

Im Bereich SCM PP/DS kommt es zur Integration in ERP on HANA. Die Schnittstelle zur Datenübertragung (CIF) wird vereinfacht, die Stammdaten werden harmonisiert, APO und ERP haben dieselben Materialnummern. Somit ist nur noch ein MRP-Lauf für APO und ERP-geplante Materialien notwendig. Das Release ist für Mitte 2015 geplant.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, welche Strategie man zukünftig fährt, dh welches Produkt soll wie eingesetzt werden. SAP hat hier einige Empfehlungen. So wird einem langjährigen SAP APO Kunden geraten, für die Planung die erweiterten statistischen Methoden mit IBP for demand zu verwenden und den Supply Chain Control Tower einzusetzen. Kunden, welche SAP APO nur teilweise einsetzen (zB für strategische Planung), können IBP for sales&operatons planning zB für weniger stabile Märkte verwenden und IBP for inventory zur Umsetzung des S&OP Plans in die operative Arbeit. Neukunden können hingegen IBP for sales&operatons planning für die höchste Ebene, IBP for inventory zur Umsetzung des S&OP Plans in die operative Arbeit verwenden. Danach kann IBP for demand implementiert werden, die Produktionsplanung erfolgt mit APO PP/DS. SAP SCM 7.0 wird bis Ende 2025 in der Wartung bleiben.


Autor: Gerda Esche


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