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» 08.01.2016

Simple Finance

Das neue SAP Accounting 

Mit SAP Simple Finance wurde ein Meilenstein in der Erzeugung und Bereitstellung von Belegdaten erreicht.

Die alte Architektur im SAP Accountings erforderte aufgrund von technischen Einschränkungen in der Vergangenheit großen Abstimmungsaufwand zwischen den einzelnen Komponenten. Eine Vielzahl von BI Extraktoren waren nötig, um die Daten aus unterschiedlichen Tabellen für ein effizientes und vollständiges Reporting abbilden zu können.

 

Quelle: SAP Partner Edge: SAP Simple Finance, on-premise edition 1503 - Architecture

SAP Simple Finance setzte sich zum Ziel, den arbeitstechnischen und zeitlichen Aufwand im Abschlussprozess zu optimieren. Weiters wurde eine Harmonisierung und Optimierung der Datenqualität angestrebt.

Die bedeutendste Entwicklung in der Architektur von Simple Finance ist das Universal Journal, welches das „Principle of One“ durch die Verdichtung des Hauptbuches, des Controllings, der Anlagenbuchhaltung, der Ergebnisrechnung und der Warenwirtschaft in einer Einzelpostentabelle, widerspiegelt.

Der Universal Journal besteht aus dem Kopf (Tabelle BKPF) sowie allen Feldern  für G/L, CO, AA, ML, PA (Tabelle ACDOCA). Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das Universal Journey ohne großen Aufwand um Kundenfelder zu erweitern. 

Quelle: SAP Skill Forum 2015: D1 SAP Simple Finance Add-On powered by SAP HANA – ein Überblick

SAP Simple Finance basiert weiters auf dem „Flexiblen Ledger Konzept“. Neben den Basis-Ledgern ist es möglich, ein sogenanntes „Appendix Leger“ (Nebenbuch) zu aktivieren. Dieses Nebenbuch kann z.B. für Konsolidierungsanpassungsbuchungen oder auch Umsatzverteilungen auf diverse Organisationseinheiten aktiviert werden. Da das Appendix-Ledger auf Basis des Hauptledgers nur Deltabuchungen zeigt, bringt es den Vorteil des einfachen Datenabgleichs mit sich (z.B. Bilanz mit und ohne Anpassungsbuchungen).

Ein weiterer großer Gewinn durch SAP Simple Finance ist die Integration der Anlagenbuchhaltung in das Universal Journal. Der wohl bedeutendste Vorteil liegt hier wiederum im Entfall des Abstimmungsschrittes zwischen General Ledger und Anlagenbuchhaltung, wodurch der Abschlussprozess deutlich optimiert wurde. Zusätzlich wurde die Möglichkeit geschaffen, in verschiedenen Perioden aufgrund unterschiedlicher Rechnungslegungsvorschriften zu buchen. Alle Bewertungsbereiche werden als gleichwertig gesehen und je Bewertung existiert ein separater Bewertungsbereich.

Die wesentlichen Vorteile der neuen SAP Accounting Architektur im Rahmen des Abschlussprozesses in Unternehmen sollen hier nochmals hervorgehoben werden:

  • Geringerer Abstimmungsaufwand
  • Größere Flexibilität im Reporting
  • Harmonisierung von internem und externem Reporting
  • Geringere Datenspeicherung
  • Geringere Kosten im Finanzbereich

Unser nächster Blog beschäftigt sich mit dem Thema Migrationszenarien.


Autor: Norbert Leimgruber


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