Intelligente Instandhaltung und was das mit BI zutun hat

Lange gab es keine physischen Events mehr. Mit den EAM Talks in der wolke19 im Ares Tower in Wien, inmitten des Covid-Trubels, haben wir bei SRB ein Zeichen gesetzt. Ein Termin mit Weitblick, im mehrfachen Sinne. Vornehmlich aber mit spannenden Erfahrungsberichten aus der Instandhaltungswelt von heute.

Wer mich kennt weiß: Mein SAP-Steckenpferd lautet Business Intelligence oder kurz BI. Beim Thema „Instandhaltung“ bin ich nicht ganz so sattelfest. Aber wenn mein werter Kollege Manfred Scheiner, Fokusteamleiter Integrierte Digitale Instandhaltung bei SRB, ruft, und dann noch zu einem physischen Event einlädt, mit echten Menschen treffen, Gesprächen, Vorträgen, Büfett und allem, was wir so lange so vermisst haben, dann hält mich nichts mehr an meinem Schreibtisch. ­čśë

Jedenfalls war es Ende März Zeit für den ersten SRB EAM Talk. Unter dem Motto „Alles rund um das Enterprise Asset Management mit SAP“ und einer prall gefüllten Agenda hatten wir alle Interessierten eingeladen in die wolke19 im Ares Tower. Für mich selbst war es inhaltlich ein „fächerübergreifender“ Nachmittag mit interessanten Gästen, Diskussionen und spannenden Themen. Und ich nehme es vorweg: Es hat sich absolut gelohnt, dabei gewesen zu sein.

Instandhaltung heute: Verstaubt war gestern
In der Instandhaltung hat sich in den letzten Jahren viel getan. Viele von uns, mich inklusive, haben diese klassisch vor Augen – mit nicht gerade modern wirkenden Meldungen und Instandhaltungsaufträgen. Alles irgendwie trocken und etwas verstaubt anmutend. Bei den EAM Talks wurden wir alle aber eines Besseren belehrt.
Allein die mobile Lösung der OMV für Shutdowns, die Stefan Krebich, seines Zeichens Advisor Turnaround Management, präsentiert hatte, hätte den ganzen Nachmittag füllen können. Was ebenfalls als Botschaft ankam: Heute kommt es nicht nur auf die digitale Lösung an. Auch das „Rundherum“ muss bedacht werden, wie beispielsweise das Einloggen am System via Helm.
SAP selbst bietet inzwischen verschiedene Lösungen hin zu einer „Proaktiven Instandhaltung“, wie mein Kollege Reiner Eberhard von SRB, erläuterte. Mit proaktiv ist gemeint, vorhandene Daten und Technologie wie künstliche Intelligenz und IoT zu nutzen, um auf Basis des aktuellen Zustands in Zukunft gezielter Ausfälle zu reduzieren und Kosten zu senken, wie Reiner erläuterte:

„Es kommt in einem sich ändernden Umfeld verstärkt darauf an jetzt und in Zukunft die richtige Instandhaltungsstrategie zu finden!“

Diese Überzeugung zieht Reiner nicht nur aus seiner langen Erfahrung, sondern auch aus zahlreichen Gesprächen mit Kunden. Die Parameter haben sich drastisch geändert. Noch vor einigen Jahren standen in der Instandhaltung gesunkene Kosten für Sensorik und Datenverarbeitung und damit verbundene Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen sowie die Erhöhung der Sicherheit im Fokus. Nun sind Unternehmen mit Fachkräftemangel, neuen Regelungen bezüglich Nachhaltigkeit sowie Problemen mit Lieferketten und Rohstoff- und Teilemangel konfrontiert.


SAP liefert Antworten auf sich ändernde Herausforderungen

Um diese Herausforderungen besser zu meistern, bietet SAP neue Lösungen an. „Es ist eine Abwägung bezüglich der verfügbaren technischen Daten eines Digitalen Zwillings sowie der übergreifenden betriebswirtschaftlicher IH-Prozesse“, sagt Reiner mit Blick auf die Auswahl.
Als Ergänzung zum SAP S/4HANA Asset Management stehen unter Intelligent Asset Management ganz neu SAP Asset Performance Management (früher PAI&ASPM) und SAP Asset Intelligence Network (AIN) als SAP Services zur Verfügung. Und wir von SRB haben dazu noch weitere Lösungen entwickelt: das SRB Maintenance Cockpit, die Checkliste und SRB Workspaces.
So weit, so komplex. Zum Glück gibt es Expert:innen wie Reiner, die da durchblicken und bei der Auswahl begleiten und beraten.

Und was ist mit BI?
Und die versprochene Verbindung zu BI? Im bisherigen PAI (Predictive Assets Insights) gibt es Möglichkeiten im Standard eine SAP Analytics Cloud (SAC) für die Analyse der Maschinen- bzw. Anlagendaten zu aktivieren. Für den Nachfolger SAP Asset Performance Management ist es noch in diesem Jahr geplant. Somit kann SAC DAS Tool für das Thema Datenauswertungen in SAP Lösungen liefern.
Ich bin begeistert! Jetzt kann tatsächlich nichts mehr schief gehen: Die Anlagen werden mit den richtigen Strategien Instand gehalten und ich finde mich als „Instandhaltungsneuling“ in einer gewohnten Oberfläche in der SAP Analytics Cloud wieder.

So geht’s weiter
Kurzer Spoiler zum Schluss: Zwei weitere Vorträge zur digitalen Instandhaltung werden in unserer EAM-Talk-Reihe noch stattfinden! Termine und Details dazu folgen hier auf dem Blog. Diese Events aber finden leider wieder nur in Webinar-Form statt. Und ohne Büfett. Dabei bin ich trotzdem. Sie auch?

Sie haben noch Fragen zur proaktiven Instandhaltung? Mein Kollege Reiner Eberhard hat bestimmt eine Antwort.

 

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